D er Kauf einer neuen Schallzahnbürste ist eine Herausforderung für sich. Dieser Schallzahnbürsten-Test hilft Dir, den Durchblick zu bewahren und mehr über die Vor- und Nachteile der einzelnen Schallzahnbürsten zu erfahren. So erfährst Du genau, welche Funktionen für Deine Bedürfnisse wichtig sind und bei welchen du sogar Geld sparen kannst.

Dabei beruhen alle Testergebnisse auf eigenen Erfahrungen – jede der getesteten Schallzahnbürsten haben wir selber an unseren eigenen Zähnen ausprobiert. Dafür haben wir uns für jede Zahnbürste mehrere Tage Zeit genommen, um alle Funktionen und Reinigungsmodi, verschiedene Aufsteckbürsten und die Akkulaufzeit zu untersuchen – damit Du die für Dich beste Schallzahnbürste findest.

Testsieger

Testsieger

Philips Sonicare DiamondClean

Bietet viele Funktionen, beste Reinigungsergebnisse und hebt sich vor allem durch das Design  von den restlichen Schallzahnbürsten ab – das Ladeglas und die verfügbaren Farben sind ein echter Hingucker.

Dank Reisetui auch bestens für unterwegs geeignet.

Preis/Leistungs Sieger

Preis/Leistungs Sieger

Philips Sonicare EasyClean

Reinigt die Zähne sehr gut – ohne großen Schnickschnack.

Gute Akkulaufzeit sowie einfaches Handling – damit bietet die Sonicare EasyClean alles, was man wirklich braucht – und zwar zu einem sehr fairen Preis.

 

Tabelle: Testübersicht und Ergebnisse
Philips Sonicare DiamondCleanPhilips Sonicare EasyCleanBraun Oral-B Pulsonic SlimPhilips Sonicare Healthy WhiteAEG EZS 5663
Schwingungen pro Minute62.00031.00027.00062.00030.000
Gewicht (mit Aufsteckbürste)139 Gramm131 Gramm49 Gramm144 Gramm92 Gramm
Akkulaufzeit
(Herstellerangabe)
bis zu 3 Wochenbis zu 2 Wochenbis zu 7 Tagebis zu 3 Wochenje nach verwendeter Batterie
Preis€€€€€
Anzahl Reinigungsmodi51222
Reiseetuija----
Beleuchtete Anzeigeja----
Preis pro Ersatzbürste~3,90€/Bürste
(8er-Pack)
~3,90€/Bürste
(8er-Pack)
~4,25€/Bürste
(4er-Pack)
~3,90€/Bürste
(8er-Pack)
~1,75€/Bürste
(4er-Pack)
ErgebnisBestes Design, viele Funktionen: Testsieger.Nur das nötigste, gute Qualität:
Preis-Leistungs Sieger.
Sehr schlankes Design aber mit
einigen Mängeln.
Gute Mittelklasse.Batteriebetrieben und sehr günstig, dafür
schlechte Qualität.

Der Schallzahnbürsten-Testsieger: Sonicare DiamondClean

Die Sonicare DiamondClean reinigt die Zähne mit 62.000 Schwingungen pro Minute – etwa doppelt so viel wie das Einstiegsmodell von Philips, die Sonicare EasyClean. Philips gibt an, dass dadurch im Vergleich zu einer Handzahnbürste bis zu 7x mehr Plaque entfernt wird. Mit einem Preis von etwa 150€ bewegt sich die Zahnbürste allerdings auch an der Spitze der von Philips angebotenen Schallzahnbürsten.

Die Reinigungs-Modi

Die elektrische Schallzahnbürste verfügt über 5 Putzprogramme:

  1. Clean (Reinigen): Der Standard-Reinigungsmodus, bei dem die Zahnbürste zwei Minuten lang mit der maximalen Anzahl an Schwingungen pro Minute läuft.
  2. White (Weiß): Die Laufzeit dieses Modus beträgt 2:30 Minuten, dabei sind zwei Minuten für die normale Reinigung der Zähne und die letzten 30 Sekunden für das Polieren der Vorderzähne gedacht.
  3. Polish (Polieren): Für das schnelle Putzen zwischendurch läuft dieser Modus eine Minute, laut Handbuch „für das Aufhellen und Polieren Ihrer Vorderzähne“.
  4. Gum care (Zahnfleischpflege):  Dieser Modus verbindet den 2-minütigen Clean-Modus mit einer zusätzlichen Minute zur Massage des Zahnfleisches, bei der die Zahnbürste mit reduzierten Schwingungen läuft.
  5. Sensitive (Empfindlich): Die Sonicare putzt hierbei zwei Minuten lang mit weniger Power – gut bei empfindlichem Zahnfleisch/Zähnen.

Bei der Umstellung von einer Handzahnbürste oder einer elektrischen Zahnbürste mit rotierendem Kopf auf eine Schallzahnbürste kann sich ein komisches Gefühl einstellen: Das Zahnfleisch ist nicht an die schnellen Vibrationen der Borsten gewöhnt und bei jedem Ansetzen des Bürstenkopfes kitzelt es.

Bei meiner ersten Anwendung der Sonicare DiamondClean musste ich zweimal laut lachen – eine effektive Reinigung der Zähne war fast nicht möglich. Nach Umstellen auf den Sensitive Modus klappte das schon etwas besser –  nach einem kurzen Blick in das Handbuch wurde ich jedoch auf das Easy-Start Feature der Zahnbürste aufmerksam, das genau für die Eingewöhnungsphase bei „kitzligem“ Zahnfleisch gedacht ist:

Über die ersten 14 Anwendungen verteilt erhöht die Sonicare die Intensität bzw. die Vibrationen pro Minute schrittweise, solange die einzelnen Putzzyklen mindestens eine Minute andauern. So kann sich das Zahnfleisch langsam an die neue Schall-Zahnbürste gewöhnen.

Dieser Modus kann natürlich auch deaktiviert werden: Dazu einfach das Handstück in die Ladestation stellen und den Ein-/Aus-Knopf zwei Sekunden lang gedrückt halten, bis ein Signalton ertönt. Bei zwei Signaltönen ist die Funktion wieder aktiviert.

Herausragendes Design

Vom Design her ist die Diamond Clean klar das Flaggschiff unter den Schallzahnbürsten von Philips. Das Handstück ist sehr schlank und fühlt sich dank der matten Oberfläche griffig an. Lediglich mit sehr trockenen Händen kann es schneller zum Abrutschen kommen, auch weil die Oberfläche über keinerlei Erhebungen oder Rillen verfügt. Hier wurde das Prinzip form follows function einmal umgedreht und ich muss sagen, dass mir das Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste, die stylisch und nach High-Tech aussieht, deutlich mehr „Spass“ macht als mit anderen Modellen.

Eine elektrische Schallzahnbürste, die nicht langweilig und irgendwie medizinisch aussieht, sondern futuristisch in schwarz-matt? – Die Sonicare DiamondCLean machts möglich. Neben dem schon genannten schwarz ist die Zahnbürste auch in so ausgefallenen Farben wie Amethyst (eine Art lila), und Pink/Rosa erhältlich. Vielleicht ist das eine Möglichkeit, das Zahnputz-faule Familienmitglied endlich für die Verwendung einer elektrischen Zahnbürste zu begeistern.

Die Aufsteckbürsten gibt es dementsprechen in schwarz und weiß, passend zu der gewählten Farbe des Handstückes. Natürlich können nachgekaufte Aufsteckbürsten auch unabhängig von der Farbe verwendet werden.

Der Ein-/Aus-Schalter ist im Gehäuse eingelassen und deshalb einfach zu bedienen.

Lieferumfang

Beim Lieferumfang ist ein Bereich, bei dem sich die Diamond Clean deutlich von der Konkurrenz abhebt, denn folgendes kann nach dem Kauf ausgepackt werden:

  • Handstück
  • zwei Ersatzbürsten der Art DiamondClean, mit der Rautenförmigen Anordnung der Borsten für besonders weiße Zähne
  • Reiseetui, in dem das Handstück zusammen mit zwei Aufsteckbürsten Platz findet
  • Ladekabel und -stecker zum Laden der Zahnbürste im Reiseetui
  • Induktions-Ladestation und zugehöriges Glas, in das die Zahnbürste zum Laden gestellt werden kann

Bedienung

Der Ein-/Aus-Schalter ist auch wenn die Zahnbürste im Mund ist leicht zu bedienen und er wird auch verwendet, um zwischen den einzelnen Reinigungsmodi zu wechseln.

Reinigungsmodi und -leistung

Der aktuelle Modus  wird erst nach dem Einschalten angezeigt. Daraus ergaben sich beim Testen ein paar Schwierigkeiten bei der Bedienung: Da man die Zahnbürste erst einschalten sollte, nachdem man die Zahnpasta aufgetragen und den Bürstenkopf im Mund hat ist es schwierig zu sehen, in welchem Modus man sich befindet bzw. wie oft man noch den Knopf betätigen muss, um in den gewünschten Modus zu wechseln. Hier ist entweder Schielen, ein Spiegel oder ein bisschen Erfahrung nötig.

Da ich sowieso meistens den Clean-Modus (1x Drücken) oder den Sensitive-Modus (5x Drücken) verwendet habe, ist das aber kein Argument, das einem vom Kauf abhalten sollte, da man sich schnell daran gewöhnt.

Viele Zahnpflege-Experten weisen darauf hin, das eine Schallzahnbürste neben der eigentlichen Reinigungsfunktion auch sicherstellen sollte, dass mindestens die erforderlichen 2 Minuten geputzt wird. Die DiamondClean schaltet sich im Standard-Reinigungs Modus nach einer Laufzeit von zwei Minuten automatisch aus und vibriert zudem im 30 Sekundentakt.

So wird nicht nur die Gesamtputzzeit sichergestellt, sondern auch, dass man genug Zeit in den einzelnen Bereichen des Mundes verbringt.

Die Reinigungsleistung der getesteten Zahnbürste lässt nichts zu Wünschen übrig, wobei der Nutzen aller fünf Reinigungsmodi eher fraglich ist – sowohl Polish als auch Gum care verwende ich nicht regelmäßig.

Das Zähneputzen gestaltet sich sehr angenehm, da neben dem schlanken Handstück auch die Ersatzbürsten sehr schlank sind – ganz im Gegensatz z. B. zur Braun Pulsonic SLIM. So ist es besonders leicht genau die Stelle zu erreichen, die man gerade Putzen möchte – bis hin zum letzten Backen- oder Weißheitszahn.

Die Zähne fühlen sich nach der Reinigung durchweg angenehm glatt und sauber an – was natürlich die richtige Anwendung auf alle Zähne vorraussetzt.

Mitgelieferte Aufsteckbürsten

Die mitgelieferten Wechselbürsten liefern sehr gute Ergebnisse  – sie sind sozusagen die allround-Bürsten von Sonicare. Die Borsten haben eine angenehme Härte, man kommt mit den Borsten an der Spitze in die Zahnzwischenräume und besonders zum polieren der Schneidezähne eignen sie sich gut.

Trotzdem kann ich empfehlen, neben den mitgelieferten Aufsteckbürsten weitere Varianten auszuprobieren, die meiner Erfahrung nach etwas besser in die Zwischenräume der Zähne kommen (InterCare) oder dank weicherer Borsten sanfter reinigen (Sensitive). Zum Ausprobieren eignet sich am Besten ein Vielfaltspack, in dem die vier verschiedenen Varianten an Aufsteckbürsten enthalten sind.

Aufladen des Akkus zuhause und unterwegs

Nach dem Einschalten der Zahnbürste zeigt einem die grün blinkende Akku-Anzeige, wenn der Akku geladen werden sollte. Dafür stellt man das Handstück einfach in das Ladeglas – kein Einstecken oder Anschließen an eine wackelige Ladestation nötig. Das Glas kann auch zum Ausspülen verwendet werden oder – wie in meinem Fall – zum Aufbewahrten verschiedener Aufsteckbürsten. Praktisch ist auch, dass das Glas im Vergleich mit den Ladestationen anderer Zahnbürsten sehr gut gereinigt werden kann.

Auch auf Reisen ist das Laden denkbar einfach: Wenn das Reiseetui über den Mini-USB Stecker mit der Steckdose verbunden ist, muss das Handstück nur noch in das Etui eingelegt werden. Dass hier noch der Mini-USB Standard verwendet wird ist etwas schade, denn kaum einer wird noch sein Handy mit einem dieser Stecker laden. Hätte Philips beispielsweise einen Micro-USB Stecker verbaut, könnte wohl ein Großteil der Anwender sein Handyladekabel zum Aufladen der DiamondClean verwenden.

Das Reiseetui selber hat Platz für das Handstück und zwei Aufsteckbürsten und fühlt sich sehr stabil an – der Zahnpflege auf einer Reise zu zweit steht also nichts im Wege.

Fazit: Beste Schallzahnbürste im Test

Die Philips Sonicare DiamondClean lässt bei der Reinigungsleistung mit 62.000 Schwingungen pro Minute und 5 Reinigungsmodi keine Wünsche offen. Bei den Modi wäre allerdings weniger mehr gewesen – mehr als 3 sind für mich schlicht überflüssig und sorgen eher für Verwirrung.

Den Titel des Schallzahnbürsten Testsiegers hat die Zahnbürste vor allem dank ihres modernen und stylischen Designs verdient – die verfügbaren Farboptionen sorgen für einen Hingucker in jedem Badezimmer. Auch das innovative Ladeglas sieht sehr gut aus, und ist zudem besonders praktisch und hygienisch.

Das mitgelieferte Reiseetui mit integrierter Ladevorrichtung macht die Sonicare DiamondClean zu einem sehr überzeugenden Gesamtpaket, das auch den vergleichsweise hohen Preis rechtfertigt.

Der Preis-Leistungs Sieger: Sonicare EasyClean

Die Sonicare EasyClean ist das Einstiegsmodell von Philips und bietet weder toll klingende Reinigungsmodi noch besonderes Zubehör – back to basics. Dementsprechend gibt es genau ein Putzprogramm, bei dem der Bürstenkopf mit 31.000 Bewegungen pro Minute vibriert. Die Akkulaufzeit wird von Philips mit 2 Wochen angegeben.

Lieferumfang

Mitgeliefert wird bei der Sonicare EasyClean alles nötige, aber nicht mehr:

  • Handstück
  • Aufsteckbürste des Typs „ProResults“ zur besonders guten Plaqueentfernung
  • Standard-Ladegerät
  • Anleitung

Bedienung

Die Benutzung der Sonicare EasyClean ist denkbar einfach – auf den Knopf drücken und los gehts.

Reinigungsfunktionen

Der Name der EasyClean leitet sich genau aus dieser besonders einfachen Verwendung ab – es gibt keine verschiedenen Reinigungsmodi.

Dabei ist es genau diese Einfachheit, die mir gefallen hat. Nicht vor jedem Zähneputzen möchte ich vor die Wahl gestellt werden ob ich vielleicht nicht doch statt dem Standard-Reinigungsprogramm den Zahnfleischpflege- oder den Poliermodus verwenden möchte. Diese Entscheidungsfindung wird mir hier erspart.

Dennoch schränkt das natürlich die möglichen Anwender ein – jemand mit empfindlichem Zahnfleisch könnte z. B. einen Sensitiv-Modus vermissen. Abhilfe könnte hier auch eine andere Aufsteckbürste schaffen – denn alle von Sonicare verfügbaren passen natürlich auch auf die EasyClean.

Überraschend gutes Reinigungsergebnis

Beim Reinigungsergebnis fällt überraschenderweise kaum ein Unterschied zu teuereren Modellen auf – auch wenn die Bürstenköpfe EasyClean nur halb so oft pro Minute vibrieren. Auch wenn sich vermutlich im Labor ein Unterschied in der Reinigungsleistung feststellen lässt, hatte ich nach dem Zähneputzen nichts zu beanstanden: Die Zähne fühlen sich glatt und sauber an, was natürlich auch die richtige Anwendung vorraussetzt.

Auf einen für die ausreichende Zahnpflege besonders wichtige Funktion hat Sonicare trotz des sonst geringen Funktionsumfangs jedoch nicht verzichtet – die Vibration im 30-Sekunden Intervall. Das stellt sicher, dass man nicht zu lange an einer Stelle putzt bzw. nach den zwei Minuten, nach denen sich die Zahnbürste automatisch ausschaltet, auch alle Zähne erwischt hat.

Wenn man einmal nach zwei Minuten nicht mit dem Reinigen aller Zähne fertig geworden ist, muss man die Zahnbürste erneut einschalten – das wird einem mit einigen länger-als-2min-Modi anderer Schallzahnbürsten erspart.

Solides Ladegerät

Das Ladegerät der EasyClean kann zwar Coolness-mäßig nicht mit dem Ladeglas des Testsiegers unseres Schallzahnbürsten Tests mithalten, erfüllt aber seinen Zweck und ist auch dank seines Eigengewichts nicht zu wackelig. Für einen sicheren Stand sorgen kleine Gummifüßchen an der Unterseite. Um den Akku zu schonen sollte die elektrische Zahnbürste allerdings nicht dauerhaft in der Ladestation stehen.

Handling und Design positiv

Was die Sonicare EasyClean außerdem positiv hervorhebt ist ihr schlankes Design. So liegt sie meiner Meinung nach besser und angenehmer in der Hand als die auch getestete und teurere HealthyWhite.

Sie hat zwar eine glatte Oberfläche, rutscht aber dank Rillen auf der Rückseite nicht aus der Hand. Der Ein-/Aus-Knopf ist gummiert und somit ohne Probleme zu betätigen. Dass die Zahnbürste eingeschaltet ist lässt sich an einer im Knopf integrierten LED erkennen – nicht dass man das nicht auch durch die Vibrationen erkennen könnte. Diese sind übrigens keinesfalls lauter oder unangenehmer als beim Spitzenmodell DiamondClean – auch ein Zeichen, dass Philips trotz des geringen Preises auf Qualität geachten hat.

Fazit: Beste günstige Schallzahnbürste im Test – unser Preis/Leistungs-Sieger

Die Philips Sonicare EasyClean bietet alles, was man bei einer Schallzahnbürste wirklich benötigt. Gute Reinigungsleistung, ausreichende Akkulaufzeit und angenehmes Handling.

Mit den entsprechenden Aufsteckbürsten an die eigenen Bedürfnisse angepasst ist die EasyClean ein super Angebot für einen unschlagbaren Preis.

Für Gewichtsbewusste: Braun Oral-B Pulsonic Slim

Die Pulsonic Slim ist die einzige Braun Oral-B Schallzahnbürste in einer ansonsten von Philips dominierten Arena. Mit einem Preis von unter 40€ ist sie klar im unteren Preissegment angesiedelt und deutlich auf eine Nische ausgerichtet, die anhand ihres Namens schon deutlich wird: möglichst klein und schlank.

Die Schallzahnbürste arbeitet mit 27.000 Schwingungen pro Minute und bietet zwei Reinigungsmodi.

Lieferumfang

Mitgeliefert wird, wie bei dem Preis erwartbar, nur das Handstück mit einer passenden Aufsteckbürste sowie ein Ladegerät.

Braun Pulsonic Slim Lieferumfang

Bedienung und Design

Die Hülle der Oral-B Pulsonic Slim ist zweigeteilt. Ein Segment umgibt den Ein-/Aus-Schalter und die Status-LEDs, das andere den Rest der Zahnbürste. Oral-B bietet zwei verschiedene Farbvarianten an Silber/Weiß und Rose Gold, die sich allerdings nur im vorderen Bereich unterscheiden. Der Nachteil dieser Zweiteilung ist, dass durch den Spalt möglicherweise Wasser ins Gehäuse eindringen könnte. Auch lässt sich das Gehäuse dadurch schlechter von Zahnpastaresten reinigen, da diese sich im Spalt absetzten.

Der Schalter ist gummiert und dank eines „Nöppels“ auch ohne Hinsehen gut zu bedienen. Grüne LEDs auf der Vorderseite zeigen den gerade verwendeten Reinigungsmodus an, es lässt sich zwischen Clean und Sensitive wählen, wobei sich letzterer vor allem bei empfindlichen Zähnen/Zahnfleisch anbietet.

Oral-B Ersatzbürsten: unangenehm groß

Das Handstück der Pulsonic Slim liegt gut in der Hand, den für mich größten Kritikpunkt stellen jedoch die Aufsteckbürsten dar. Diese sind nämlich deutlich breiter und dicker als die der Sonicare-Konkurrenz und fühlen sich dementsprechend unangenehmer im Mund an. Auch das gezielte Reinigen eines bestimmten Zahnes wird dadurch erschwert – es fehlt die Präzision. Dabei ist die Form der Bürsten gut: Vorne und hinten sind jeweils längere Borsten, die die Zahnzwischenräume reinigen. Die mittleren Borsten kümmern sich derweil um die Vorderseite der Zähne.

Im Vergleich mit den Sonicare Aufsteckbürsten sind die Borsten der Pulsonic Slim merkbar härter. Vermutlich werden die Vibrationen des Bürstenkopfes dadurch besser auf die Zahnoberfläche übertragen, angenehm ist das für mich jedoch nicht – Geschmacksache. Zu viel Druck sollte beim Zähneputzen sowieso nicht ausgeübt werden, da sonst die Zähne Schaden nehmen können.

Bestens für unterwegs geeignet

Mit gefühlt dem halben Durchmesser im Vergleich zur Konkurrenz gelingt es der Zahnbürste, ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu liefern. Besonders für unterwegs ist die Pulsonic Slim eine Alternative. Sollte der Akku einmal leer sein, kann man sie dank ihrer Größe auch mal wie eine normale Handzahnbürste verwenden.

Akkuleistung lässt nach – Ladegerät wackelig

Apropos Akku: Die von Braun Oral-B angegebene Akkulaufzeit von 7 Tagen verschweigt, dass der Akku nicht bis zum letzten Zahnputzdurchgang die volle Leistung liefert. Vielmehr nimmt diese mit der Restladung deutlich ab. Man ist deshalb dazu verleitet, die Zahnbürste immer öfter in die Ladestation zu stellen, wobei genau diese einen weiteren Kritikpunkt darstellt. Sie hat ein viel zu geringes Eigengewicht, um der Zahnbürste einen stabilen Stand zu verleihen, vor allem, da auch das Kabel an der Station zieht. Mir ist deshalb die Pulsonic Slim während des Tests gleich zweimal durch das Testlabor (ok, Badezimmer) geflogen.

Dass die Zahnbürste dabei nicht kaputt gegangen ist, unterstreicht nochmal ihre Tauglichkeit auf Reisen – beim Backpacking gibt es keinen Platz für eine DiamondClean im fancy Reiseetui.

Fazit: Die Oral-B Schallzahnbürste mit einigen Mängeln

Der Preis täuscht über einige Mängel, wie die gegenüber der Konkurrenz schlechteren Aufsteckbürsten und die nervige Ladestation, hinweg. Trotzdem ist die Braun Oral-B Pulsonic Slim nur zu empfehlen, wenn die Größe das wichtigste Kaufkriterium ist, z. B. für die nächste Backpacking-Weltreise.

Philips Sonicare HealthyWhite – mittleres Preissegment

Die Sonicare HealthyWhite liegt im mittleren Preissegment dieses Schallzahnbürsten-Tests und bietet ein paar Extras für alle, die bereit sind, etwa 30€ mehr als für unseren Preis-Leistungs Sieger zu bezahlen.

Mit 62.000 Bürstenkopfbewegungen pro Minute liegt sie mit der DiamondClean gleichauf und erbringt damit im Standard-Putzprogramm die gleiche Reinigungsleistung, die von Philips mit „bis zu 7x mehr Plaque-Entfernung im Vergleich zu einer Handzahnbürste“ angegeben wird. Im Gegensatz zur EasyClean bietet sie noch einen zweiten Putzmodus.

Lieferumfang

In der Verpackung befinden sich neben Handstück, Anleitung und Ladegerät auch zwei verschiedene Aufsteckbürsten. Zusätzlich gibt es einen praktischen Aufsatz für das Ladegerät, auf den auch die beiden Ersatzbürsten aufgesteckt werden können, sodass das Badezimmer etwas aufgeräumter aussieht.

Benutzung

Bei der ersten Benutzung fällt sofort das im Vergleich zu den beiden anderen von uns getesteten Philips-Schallzahnbürsten dickere Gehäuse auf. Es handelt sich nur um wenige Millimeter, trotzdem fühlt sich das Handstück nicht so „schlank“ , sondern etwas „klobiger“ an. Der Vorteil – und evt. auch der Grund für die zusätzliche Dicke – ist die gummierte Oberfläche. Gerade mit feuchten Händen ist diese sehr rutschsicher, wozu auch die geriffelte Rückseite beiträgt.

Wie die Sonicare DiamondClean besitzt auch die HealthyWhite das Easy-Start Feature, bei dem die Putz-Intensität schrittweise über die ersten 14 Anwendungen erhöht wird. So kann man sich langsam an das „kitzelige“ Gefühl gewöhnen, das sich bei dem Umstieg von einer Handzahnbürste auf eine elektrische Schallzahnbürste einstellt. Diese Funktion lässt sich für Schallzahnbürsten-Erfahrene natürlich auch deaktivieren.

Neben dem normalen 2-minütigen Reinigungsmodus (durch Vibrationssignale in 30-Sekunden-INtervalle unterteilt), der laut Bedienungsanleitung „überragende Zahnreinigung“ verspricht, gibt es auch den Clean- & White-Modus. Dieser kombiniert den Standardmodus mit weiteren 30 Sekunden zum Putzen der Vorderzähne mit veränderten Bürstenbewegungen. Um obere und untere Schneidezähne gleichmäßig zu reinigen, sind diese 30 Sekunden durch ein Signal in zwei Intervalle unterteilt.

Mir gefällt dieser Reinigungsmodus aus folgendem Grund gut: Meistens bin ich nach den zwei Minuten, nach denen im Standard-Modus die Zahnbürste ausgeschaltet wird, nicht komplett mit der Reinigung aller Zähne fertig, sodass ein bis zwei Zähne ungeputzt bleiben würden. Ich muss deshalb die Zahnbürste erneut einschalten, damit ich auch die übrig gebliebenen Zähne sauber bekomme. Der Clean- & White-Modus gibt mir dafür ein bisschen Extrazeit.

Fazit: Gut im mittleren Preissegment

Die Philips Sonicare HealthyWhite ist die richtige Schallzahnbürste für Preisbewusste, die bei der Reinigungsleistung keine Abstriche machen wollen.

AEG EZS 5663: Batteriebetrieben als einziger Pluspunkt

Die AEG EZS 5663 ist deutlich die günstigste Schallzahnbürste in unserem Test und die einzige batteriebetriebene Alternative.

Lieferumfang

Mitgeliefert wird nur das Handstück mit zwei Aufsteckbürsten – Batterien müssen extra dazugekauft werden.

Bedienung

Die Qualität der verwendeten Materialien und der Verarbeitung sind kein Vergleich mit der Konkurrenz von Philips oder Braun – die AEG Zahnbürste fühlt sich sehr billig an.

Das Gewicht ist auch nach dem Einsetzen der Batterien sehr gering. Das ist zwar ansich nicht negativ, führt aber dazu, dass die Zahnbürste ein unangenehmes Betriebsgeräusch hat. Auch das Vibrationssignal, dass nach jeweils 30 Sekunden Putzen ertönt, ist nervig.

Die Aufsteckbürsten der AEG haben eine gezackte Oberfläche, erfüllen aber keinen Zweck so gut, wie es die spezifischen Aufsteckbürsten für die Sonicare-Modelle können. Trotzdem ist das Sauberkeitsgefühl nach dem Putzen durchaus in Ordnung.

Fazit: Kaum empfehlenswert

Wenn man nicht unbedingt eine batteriebetriebene Schallzahnbürste haben möchte, etwa für eine längere Reise ohne Zugang zu Stromversorgung, gibt es keinen Grund, sich für die AEG EZS zu entscheiden. Der relativ geringe Aufpreis zu unserem Preis-Leistungs-Sieger Sonicare EasyClean sollte niemanden davon abhalten, sich dieses nervtötende Zahnputzerlebnis zu ersparen.

Weitere Infos zu Schallzahnbürsten

Philips Sonicare Ersatzbürsten

Beim Kauf einer Schallzahnbürste von Philips lohnt es sich, einmal die verschiedenen Sonicare Zahnbürstenköpfe auszuprobieren, um die für den eigenen Bedarf beste zu finden.

Folgende Varianten haben wir ausprobiert:

InterCare

Durch die drei Bürsten, die sich von der Oberfläche abheben ist das die beste Sonicare Ersatzbürste, um die Zahnzwischenräume zu reinigen. Der Kopf ist verglichen mit den anderen etwas kürzer, sodass er sehr präzise zu den zu reinigenden Stellen geführt werden kann.

Sensitive

Dieser Bürstenkopf ist sehr gut für schmerzempfindliche Zähne oder entzündetes Zahnfleisch geignet, da er über sehr weiche Borsten verfügt. Beim Putzen hat man nicht das Gefühl, einzelne Borsten am Zahnfleisch zu spüren, vielmehr wird der Zahn angenehm „umhüllt“.

ProResults

Laut Hersteller die beste Sonicare Ersatzbürste zur Plaqueentfernung. Die längeren Borsten sowohl am vorderen und hinteren Ende als auch in der Mitte sind genau der Form der Zähne angepasst, sodass gleichzeitig zwei Zähne mit dem Bürstenkopf in Kontakt stehen. Die Härte der Borsten ist stärker als die der Sensitive Ersatzbürste, trotzdem keinesfalls zu hart und sehr angenehm in der Anwendung.

DiamondClean

Diese Ersatzbürste ist vor allem geeignet, um die sichtbaren Schneidezähne zu polieren. Dafür hat die Bürste in der Mitte eine karo- bzw. diamantförmige Bürstengruppe, die sehr dicht angeordnet ist und sich damit etwas härter anfühlt. Mit dieser lässt sich die Zahnvorderseite polieren.

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